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BMBF-Verbundprojekt GeoArchives - Signals of Climate and Landscape Change preserved in Southern African Geoarchives

Univ.-Prof. Dr. Jörg Völkel koordiniert aus dem Rahmenprogramm des BMBF FONA - "Forschung für Nachhaltige Entwicklung" heraus und innerhalb des internationalen Forschungsprogramms SPACES - "Science Partnerships for the Assessment of Complex Earth System Processes" das international operierende Verbundprojekt GeoArchives II - "Signals of Climate and Landscape Change preserved in Southern African Geoarchives" mit Verbundpartnern am Deutschen GeoForschungsZentrum Potsdam GFZ und Senckenberg am Meer Wilhelmshaven SAM und der Universität Oldenburg.


Das SPACES-Verbundprojekt GeoArchives II (Laufzeit 07/2013 – 06/2018) ist in folgende Subprojekte (SP 2-4) gegliedert:

SP 1: Identification and mapping of palaeoenvironmental archives and process analysis in Southern Africa based on hyperspectral and multispectral remote sensing technology

 

 

SP 2: Slope, Fans, Terraces – A three systems approach for estimating future climate and land-use change

 

Prof. Dr. Jörg Völkel, TU München

Dr. Oliver Bens, GFZ Potsdam

 

SP 3: Reconstruction of Holocene climatic and environmental changes in Namibia by the sedimentary signature and organic matter in salt pans of the Kalahari and fluvial sediments and soils in the Tsauchab region

 

Dr. Achim Wehrmann, Senckenberg am Meer

PD Dr. Heinz Wilkes, Universität Oldenburg

 

SP 4: Reconstruction of paleoenvironmental and climatic signals in microbial community structures of Namibian salt pan sediments

 

Dr. Kai Mangelsdorf, GFZ Potsdam

Prof. Dr. Dirk Wagner, GFZ Potsdam 

 

Das Verständnis, wie Menschen in der Vergangenheit die Landschaft in Wert gesetzt und dabei mit dieser interagiert haben, kann zum Management unseres zunehmend vernetzten globalen Systems beitragen. In Folge des Klimawandels werden erhebliche regionale Auswirkungen auf den Lebensraum des Menschen erwartet. Bei warm-ariden und semi-ariden Klimazonen kann Landnutzung zur Degradation der Landschaft führen, was u.a. in einer erhöhten Aktivität der Erdoberflächenprozesse resultiert. Klimaveränderungen können auch maßgeblich zu Veränderungen des Landschafts- und Ökosystems beitragen.

 

Signale vormaliger Klima- und Ökosystemveränderungen sind in einer Vielzahl von natürlichen Archiven (Sedimente, Biogene) gespeichert. Während der ersten Bearbeitungsphase (2013-2016) haben diese Geoarchive ihr Potenzial zur Bereitstellung wertvoller Daten für die Rekonstruktion von Paläo-Ökosystemen und ihrer Dynamik unter Beweis gestellt. Informationen über Schlüsselfaktoren und ihre Auswirkungen werden aus Geoarchiven extrahiert und überprüft, um Modelle der gegen­wärtigen und zukünftigen Prozesse zu validieren und anzupassen. Dies gilt insbesondere für die Nutzung von "paläo-analogen" Situationen (Zeitintervalle aus der Vergangen­heit, deren Bedingungen eher zukünftigen Szenarien ähneln als der aktuellen Situation). Dieses Wissen wird die Grundlage bilden, um Prognoseszenarien zu entwickeln und zu kalibrieren sowie Proxy-Daten für Modellierungen der südlichen Hemisphäre zu liefern.